Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939 – 1945

In den Räumen der Berufsbildenden Schulen BBS II in Göttingen können Sie zur Zeit die Gedenk-Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit Südniedersachsen 1939 – 1945“ besuchen.

Ausstellungsadresse:
Godehardstraße 11 (Nebeneingang Berufsbildende Schulen BBS II)
37073 Göttingen
Telefon: 0551/ 29 34 69 01
Webseite: zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

Die Ausstellung liegt ebenerdig und mit separatem Eingang im Gebäude der BBS II, zu Fuß kaum fünf Minuten vom Westausgang des Göttinger Bahnhofs entfernt. Parkmöglichkeiten: Vor dem Ausstellungsraum gibt es nur wenige Kurzzeit-Parkplätze. Es ist empfehlenswert, den Parkplatz Schützenplatz auf der anderen Seite der Godehardstraße zu nutzen (Zufahrt über Hildebrandstraße, siehe Wegweiser) und zu Fuß über die Straße zum Ausstellungs-Eingang an der Godehardstraße zu gehen.

Ein Kooperationspartner ist die Fundacji Polsko-Niemieckie Pojednanie (Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung, fpnp.pl). Weitere Partner siehe zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu/de/partner/projektpartner.html

Die Initiative „Topografie der Erinnerung“ der KZ-Gedenkstätte Moringen gibt unter der
folgenden Webadresse Hinweise zur Zwangsarbeit im Flecken Adelebsen:
erinnernsuedniedersachsen.de/orte-a-c-adelebsen-3.html

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Archiv:

Am Sonntag, den 4. 10. 2020 wurden zwei Führungen durch die Ausstellung angeboten. 

Maximal 6 Teilnehmer*innen pro Führung
Eine Voranmeldung ist notwendig!

info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder Tel. 0551 / 29 34 69 01

Sonntag, 4. Oktober 2020 | 14:00 – 15:30 Uhr

Kinder und Jugendliche in der NS-Zwangsarbeit
mit Tabea Hildebrandt, Geschichtsstudentin

Bis zu 60.000 Menschen mussten während des Zweiten Weltkriegs in Göttingen und Umgebung Zwangsarbeit leisten. Viele von ihnen waren noch sehr jung – einige waren Jugendliche oder sogar Kinder. In dieser thematischen Führung durch die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ werden fünf dieser jungen Zwangsarbeitenden vorgestellt. Erst zwischen fünf und 21 Jahren alt waren sie, als sie in Polen, der Sowjetunion, den Niederlanden oder Italien von Wehrmachtssoldaten aus ihren Heimatdörfern entführt und nach Südniedersachsen deportiert wurden. Wie sah ihr Leben in der Zwangsarbeit aus? Welche rassistischen Gesetze und Vorurteile bestimmten ihre Überlebenschancen und Handlungsstrategien? Wie empfanden sie ihre Befreiung 1945 und welche Spielräume hatten sie danach, ihr Leben zu gestalten?

Sonntag, 4. Oktober 2020 | 15:30 – 17:00 Uhr

Alltag und Alltäglichkeit der NS-Zwangsarbeit
mit Frauke Klinge, Historikerin (Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.)

Die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ macht deutlich: Zwangsarbeit war ein Massenphänomen, das im Zweiten Weltkrieg auch in Göttingen und der Region überall sichtbar war. Sie bestimmte nicht nur das tägliche Leben der Zwangsarbeitenden, sondern gehörte auch für die deutsche Bevölkerung zum selbstverständlichen Alltag. In dieser thematischen Ausstellungsführung werden Alltag und Alltäglichkeit der Zwangsarbeit genauer betrachtet. Wie und wo lebten die nach Deutschland verschleppten Menschen? Wo arbeiteten sie? Wurden sie entlohnt? Gab es Freizeit für sie? Wie war der Kontakt mit Deutschen? Und wie prägte der nationalsozialistische Rassismus das Leben der Zwangsarbeitenden?

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